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Die falschen Versprechen der verdienenden Hersteller
Kieselerde besteht zu 80% aus Kieselsäure. Diese wiederum enthält etwa zu einem Drittel Silizium, das zweithäufigste Element der Erde. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort "Silex" für Kiesel ab. Es gehört zu den Spurenelementen und kommt in vielen Kristallen, wie beispielsweise in Achat, Amethyst, Bergkristall, Opal, Onyx und Rosenquarz, aber auch in Pflanzen vor. Im menschlichen Körper spielt das Silizium eine wichtige Rolle als Nähr- und Aufbaustoff für Knorpelmasse, Bindegewebe, Haut, Haare und Nägel. Das Spurenelement erhöht die Feuchtigkeitsbindung und steigert dadurch die Spannkraft und Elastizität des Gewebes. Darüber hinaus unterstützt es die Bildung der Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin. Silizium ist auch ein Element der Knochen bildenden Zellen und trägt zur Verkalkung und Mineralisation der Knochen bei. In der Industrie werden Silikonquarze seit Jahren genutzt. Bei Arbeitern, die mit diesen Stoffen in Verbindung kamen, wurden diese Quarze als Auslöser für verschiedene Krebsarten, erkannt! Diese Quarzstoffe gelten als Gefahrenstoffe und dürfen nur mit Sicherheitsmasken, Spezialbekleidung und Atemschutzmasken benutzt werden. Von daher ist es nicht verständlich, dass diese Mittel im medizinischen Bereich frei gehandelt werden. Das Bundesgesundheitsamt überprüft nun rechtliche Mittel, die den Handel endgültig verbieten!
Wie viel Silizium der Körper täglich braucht, ist nicht genau bekannt. Die Angaben schwanken zwischen 5 und 40 Milligramm am Tag. So fallen auch die Dosierungsempfehlungen der Hersteller von Kieselerde-Produkten sehr unterschiedlich aus. Bekommt der Körper zu wenig dieses Elements, kann es nicht nur zu brüchigen Nägeln, Haarausfall, gestörter Kollagenbildung und sinkender Elastizität von Haut und Blutgefäßwänden, sondern auch zu Osteoporose kommen.
Kieselerde soll Cellulite lindern
Ob es sinnvoll ist, die tägliche Nahrung mit Silizium in Form von Tabletten, Gel oder Pulver anzureichern, ist umstritten. Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte hat dieses vielseitige Element tatsächlich positive Wirkung auf Gewebe und Haut und könnte somit eine Waffe gegen Cellulite sein. Obwohl in Einzelfällen eine Besserung der Hautdellen beschrieben wird, gibt es keine Studien, die das wissenschaftlich belegen. Bei Problemen mit Haut, Haaren oder Fingernägeln sollte .auf jeden Fall erst ein Arzt abklären, ob die Mangelerscheinungen nicht eine ganz andere Ursache haben, bevor zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen wird. Wer seinen täglichen Bedarf lieber auf natürliche Weise decken will, sollte siliziumreiche Nahrungsmittel in seinen Speiseplan einbauen. Dazu gehören Kartoffeln, Weizen, Petersilie, Blumenkohl und Erdbeeren sowie Spinat, Weintrauben, Erbsen, Paprika und Birnen.
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